Der erste Tag


Was ist alles zu beachten, bevor es losgeht?

Vorbereitung ist das A & O
Dem wird fast jeder zustimmen, der schon einmal verreist ist.
Ein paar Dinge und nützliche Helfer solltet ihr allerdings einplanen, bevor ihr mit eurem Charterboot ablegt. Was damit gemeint ist, möchten wir euch in diesem Beitrag zeigen, damit dem Traumurlaub nichts im Weg steht. 

Viel Spaß beim Lesen!


Ihr seid an einem Bootsurlaub in den Niederlanden interessiert, habt aber weder Erfahrungen oder Kenntnisse als Kapitän und Crew? 

Das ist kein Problem, denn in den Niederlanden benötigt ihr keinen Bootsschein für Boote bis zu 15 Metern.

Die notwendigen Grundkenntnisse werden euch durch ein einmaliges Skippertraining vor Abfahrt in Theorie und Praxis vermittelt. Hilfreich ist es, wenn ihr euch im Vorfeld schon mal Videos und Reiseberichte anschaut, da ihr die gängigen Abläufe (An- & Ablegen) und Gegebenheiten (Brücken/Schleusen) eines Bootsurlaubes dann schon kennt. Ihr seht dann auch, dass es kein Hexenwerk ist, ein Motorboot zu fahren.


Challenge accepted. Wenn ihr jetzt mit der Suche nach einem Boot starten wollt, solltet ihr folgende drei Kriterien für euch festlegen, um das passende Boot zu finden:


  • Anzahl der Personen(Gruppe/Familie/Familien) und evtl. Haustiere
  • Aufteilung der Kabinen
  • Welche Orte möchtet ihr erkunden


Auf unserer Seite haben wir euch unsere drei Boote vorgestellt, die wir favorisieren.
Schaut sie euch mal an und überlegt mal, was euch davon zusagt und welches Boot ihr gerne steuern würdet.Vielleicht ist da schon etwas passendes für euch dabei?!

Routen und Überblick der Wasserwege

Für die Routenplanung ist es sinnvoll, im Vorfeld eine Gewässerkarte in Papierform zu bestellen, denn auf eurer eigenen Karte könnt ihr Anmerkungen und Notizen eintragen, was für weitere Urlaube hilfreich sein wird. Als weitere Möglichkeit empfehlen wir euch eine mobile Gewässerkarte zu downloaden, da hier die aktuellen Wassertiefen hinterlegt sind und in Zukunft die Brücken automatisch öffnen, sobald sich das Boot (mit App an Bord) nähert. Ein weiterer Vorteil ist, dass euch diese Apps immer den aktuellen Standort anzeigen und ihr somit nie den Überblick verliert, wo genau ihr euch gerade befindet. Wir benutzen dafür die Apps Waterkaart & Watersport.

Let's go!


Ihr habt alles vorbereitet, eingepackt und euch auf den Weg gemacht. Jetzt steht ihr im Hafen und möchtet am liebsten sofort das Auto gegen ein Boot tauschen und losfahren.
Beim ersten Mal geht es leider nicht so schnell, da ihr noch einige Dinge beachten und erledigen solltet.
Hier schildern wir euch den Ablauf von der Ankunft im Hafen und nehmen euch mit auf eine erste Ausfahrt.

Ankunft im Hafen 

In unserem Charterhafen der Wahl, bei Marrenvloot findet die Übergabe Freitags ab 15 Uhr statt. Dementsprechend starten wir in diesem Bericht auch zu dieser Zeit.
Zuerst solltet ihr euch im Büro des Charterunternehmens anmelden und die ersten Formalitäten klären. Dann werdet ihr eine technische Einweisung des Bootes erhalten. Letztendlich ist ein Boot nichts anderes, als ein Wohnmobil auf dem Wasser. Das Kochen, der Kühlschrank und die Beleuchtung sind gleich. Die Wasserversorgung und auch die Entsorgung, insbesondere Dusche und Toilette, unterscheiden sich allerdings zum Wohnmobil. Da die Abwassertanks in vielen Booten höher liegen, als die Abflüsse, muss das Schmutzwasser gepumpt werden. Lasst euch diese Funktion erklären und hört genau zu.

Falls ihr zum ersten Mal ein Boot in dieser Größe steuern möchtet, ist nach der Einweisung die Zeit für ein Skippertraining. Hierbei erhaltet ihr durch einen Fahrlehrer alle notwendigen Informationen. Es wird gefragt werden, wer der Kapitän sein wird und das Kommando gibt. Diese Person hat dann die Verantwortung und seinen Anweisungen ist zwingend zu folgen. Überlegt euch daher schon im Vorfeld, wer diese Aufgabe übernehmen wird. Nach einem kurzen, theoretischen Teil, werdet ihr, zusammen mit dem Fahrlehrer, eine erste Ausfahrt machen. Dabei lernt ihr, wie ihr ein Boot steuert und gemeinsam als Crew, alle notwendigen Manöver (Anlegen/Ablegen) ausführen könnt. 

Das Boot startklar machen

Nun geht es an das Einräumen. Wir empfehlen euch, dass ihr euch dafür aufteilt, sodass ein Crew Mitglied das Auto ausräumt, ein Crew Mitglied die Dinge zum Boot bringt und ein Crew Mitglied an Bord bleibt, alles entgegennimmt und in die jeweiligen Kabinen aufteilt. Im Büro erhaltet ihr Informationen zu nahegelegenen Einkaufsmöglichkeiten, wenn ihr noch frischen Proviant benötigt. Denkt nur daran, dass die Kühlschränke nicht so groß sind und daher nicht so viel Platz zur Verfügung steht. Aus diesem Grund, verwenden wir zusätzlich noch Styroporboxen mit Kühlakkus, denn gekühlte Getränke schmecken einfach besser.

Alle Vorbereitungen sind jetzt getroffen. Einfach losfahren?
Beim Blick auf die Uhr werdet ihr feststellen, dass schon einige Zeit ins Land gezogen ist. Jetzt habt ihr zwei Möglichkeiten zur Auswahl. Entweder ihr bleibt im Hafen oder ihr könnt es nicht mehr abwarten und wollt schon los. Denkt nur daran, ihr seid auf dem Wasser, was bedeutet, dass die Brücken saisonabhängige Öffnungszeiten haben und dass ihr nach Sonnenuntergang nicht mehr fahren dürft. Ihr habt wahrscheinlich noch keine Vorstellung davon, wie Entfernungen auf den Karten zu bewerten sind. Anders als mit dem Wohnmobil, seid ihr auf feste Anlegepunkte angewiesen und könnt nicht einfach irgendwo anhalten, falls ihr euch zeitlich verschätzt habt.
Daher raten wir euch dazu, den ersten Abend entspannt, im Hafen ausklingen zu lassen. Ihr könnt euch in aller Ruhe mit dem Boot vertraut machen, alle Kabinen zu beziehen und einzuräumen. Die schöne Stadt Sneek lädt zum ersten gemeinsamen Essen in einem der tollen Restaurants ein. Entstandene Fragen, aus der ersten Nacht, könnt ihr dann am nächsten Morgen noch mit dem Charterbüro klären. 

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Leinen los!

Nach dem ersten Frühstück an Bord ist es dann soweit. Das erste Ablegen steht bevor. Verteilt euch auf eure Position so, wie ihr es beim Skippertraining gelernt habt und beginnt mit dem Ablegevorgang. Denkt dabei daran, dass der Kapitän den direkten Kontakt zum Boot hat und der Crew die Anweisungen gibt, was zu tun ist. Wer keine zugeteilte Aufgabe hat und hält Ausschau auf das Umfeld. Außerdem empfiehlt es sich, dass ein Crew Mitglied, einen Fender lose führt, um kurzfristig das Boot vor Beschädigungen zu schützen, sollte das Boot anders reagieren als erwartet, z.B durch Windanfälligkeit.

Nun habt ihr den Hafen verlassen und steuert euer erstes Ziel an. Die wichtigste Aufgabe der Crew ist es nun, die Leinen zu ordnen, um die Stolpergefahr auszuschließen. Ordnung an Deck ist das A und O! Für eure erste Ausfahrt ist es sinnvoll, ein breiteres Fahrwasser zu wählen, damit sich der Kapitän an das Steuern gewöhnt.
Unser Tipp: Je höher die Geschwindigkeit, desto schneller reagiert das Ruder.

Bevor ihr in einen Hafen oder eine Ortschaft fahrt, empfehlen wir euch, ein Anlegemanöver zu üben. Dafür ist es sinnvoll eine lange Steganlage zu wählen. Dort habt ihr genügend Platz und falls es euch nicht zu gut gelingt, könnt ihr auch abdrehen und es nochmal versuchen. Somit gewinnt ihr mehr Sicherheit und könnt dann deutlich entspannter eure nächsten Ziele ansteuern.
Wie ihr euren Tag verbringt, ist natürlich euch überlassen.
Wir waren zu Beginn nur in der Natur um abzuschalten, spazieren zu gehen und zu angeln. Mittlerweile hingegen, gehen wir auch gerne mal durch die Dörfer und Ortschaften und suchen uns schöne Restaurants raus, die uns bisher immer begeistert haben! (Schaut gerne bei Instagram unter Highlights: Restaurants)

Nach dem ersten erfolgreichen Tag an Bord, geht es nun daran, den Platz für die Nacht zu wählen. Auch hier bieten sich euch zwei Möglichkeiten. In der Provinz Friesland, sind die Anlegepunkte gekennzeichnet. Diese heißen „De Marrekrite“ und es handelt sich dabei größtenteils um kostenlose Steganlagen, mit einem begrenzten Landanschluss. Allerdings gibt es hier keinen Landstrom oder Sanitäreinrichtungen. Ihr seid autark und verbringt eure Zeit in der Natur. 
Die andere Möglichkeit ist, dass ihr in einem Passantenhafen, in einer der schönen Dörfer und Städte festmacht. Nach der Anmeldung bei einem Hafenmeister, wird euch ein Liegeplatz zugewiesen und ihr könnt Landstrom nutzen. In manchen Orten könnt ihr auch an öffentlichen Anlegeplätzen festmachen. Dort kommt dann der Hafenmeister zu euch, um die Gebühr zu kassieren.



Der nächste Tag…

Den ersten Tag habt ihr gemeinsam erfolgreich beendet und ihr habt euch einen entspannten Abend verdient!
An Tag 2 geben wir euch weitere Einblicke und ein paar nützliche Tipps & Tricks.

Also seid gespannt!

Impressionen zu unseren Urlauben findet ihr auf Instagram und YouTube